Das DRK OV Ahaus e.V. war in den letzten Jahrzehnten Mieter verschiedener Unterkünfte
in der Stadt Ahaus, so in den 50er Jahren in der alten Villa van Delden an der
Bahnhofstraße (das Gebäude wurde abgebrochen, dort war dann später der Standort der
Ahauser Kreisverwaltung), in den 60er Jahren im alten Feuerwehrgerätehaus, (hier
mußten wir ausziehen, weil die Feuerwehr weitere Räumlichkeiten benötigte), in den
70er Jahren im alten Katasteramt Ahaus (das Gebäude mußte später dem
Erweiterungsbau des Rathauses weichen), anschließend im alten Landratsamt in Ahaus
(dort wo heute das Seniorenwohnhaus an der Hindenburgallee steht), später dann in den
früheren Büroräumen der Fa. Pietsch an der Industriestraße.
Die Unterkunft war angemietet in der Weise, daß der weit überwiegende Teil vom Kreis
Borken im Auftrag des Bundes für Katastrophenschutzzwecke angemietet und dem
DRK e.V. und dem Technischen Hilfswerk (THW) zur Verfügung gestellt wurde. Der
DRK OV warMieter lediglich für einem kleineren Teil zu einem geringen Mietzins. Der
Bund hat den Katastrophenschutz aufgrund der veränderten politischen Lage in Europa
und wohl auch aus finanziellen Gründen stark reduziert und hat deshalb u.a. die
bestehenden Mietverhältnisse aufgelöst.
Der Ortsverein stand deshalb vor der Notwendigkeit, kurzfristig eine neue Unterkunft zu
beschaffen. Eingehende Überlegungen führten zu dem Ergebnis, daß es für den Ortsverein
unter langfristigen Aspekten die wirtschaftlichste Lösung sei, eine eigene Unterkunft zu
erstellen. Der Vorstand hat daher in seiner Sitzung am 22.01.1996 den Grundsatzbeschluß
zum Neubau gefaßt.
Hierbei sind uns viele Stellen entgegengekommen: Die Stadt Ahaus hat ein (für den
Ortsverein kostenfreies) Grundstück von rd. 1.300 qm bereitgestellt, die Stadt hat auch
die Bauplanung und die Baustatik erstellt. Erhebliche finanzielle Zuschüsse und zinsgünstige
Darlehn wurden uns für den Neubau gewährt durch die Stadt Ahaus,den DRK-Landesverband
Westfalen-Lippe, durch die Glücksspirale, durch Ahauser
Kreditinstitute und verschiedene
Ahauser Firmen. Auch eigene finanzielle Mittel wurden in nicht
unwesentlicher Größe eingesetzt. Dennoch war die Aufnahme eines Bankdarlehns zu banküblichen
Konditionen
notwendig. Die beauftragten Handwerker und Baustofflieferanten sind uns häufig mit moderaten
Preisen entgegengekommen, einige haben sogar Materialien gespendet. Der eigentliche und
größte finanzielle Beitrag aber waren die unzähligen Helferstunden der DRK-Kameradinnen und
-Kameraden. Sie erbrachten knapp 5.000 Arbeitsstunden an unserem Neubau.
Die Bauphase bedeutete auch für die aktiven Helferinnen und Helfer eine nicht zu unterschätzende Verfestigung des ohnehin
guten Kameradschaftsgeistes.
Hier noch einige technische Daten zu unserem neuen Heim:
Das Gebäude hat die Außenmaße von 12 x 23 m bei einer Dachneigung von 35
Grad
und umfaßt 2.110 cbm umbauten Raum. Die Nutzflächen im Erdgeschoß
für Unterrichts-,
Gruppen-, Büroräume und Fahrzeugstellflächen betragen 265 qm. Lagerflächen von
160 qm befinden sich im Dachgeschoss. Ende Mai 1996 ist mit dem
Neubau begonnen
worden und bereits Ende Jan. 1997 konnte die neue Unterkunft bezogen werden.
Damit dürfte die jahrzehntelange Wanderschaft endgültig beendet sein.
Auf geht's zum Häuslebau :-)